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Nach jahrelangem Kampf bereitet sich die polnische UNI Global Gewerkschaft OPZZ KP darauf vor, ihren ersten Tarifvertrag bei ORPEA durchzusetzen - einen, der für alle vierzehn Einrichtungen des Pflegedienstriesen im Land gelten wird. Die Gewerkschaft erklärt, dass dieser Fortschritt durch den langen Kampf ermöglicht wurde, der in dem im April 2022 unterzeichneten globalen Abkommen zwischen UNI und ORPEA gipfelte.

Die Verhandlungen werden über Themen aufgenommen, die von den Arbeitnehmern festgelegt wurden, darunter faire Löhne in Zeiten der Lebenshaltungskostenkrise, sichere Arbeitsplätze, Transparenz und Rechenschaftspflicht für ihren sozialen Solidaritätsfonds sowie die Reduzierung prekärer Arbeitsverhältnisse. Da sich die Mitgliederzahl der OPZZ KP seit der Unterzeichnung des globalen Abkommens verdreifacht hat, ist sie die einzige Gewerkschaft, die die polnische Schwelle für eine unternehmensweite Vertretung erreicht.

"Wir haben 2018 damit begonnen, uns gewerkschaftlich zu organisieren, weil wir unseren Bewohnern die bestmögliche Pflege bieten und gleichzeitig in der Lage sein wollen, uns und unsere Familien in Würde zu ernähren", sagte Anna Bacia, eine ORPEA-Mitarbeiterin und Präsidentin von OPZZ KP. "Wir waren mit Widerstand und Repressalien konfrontiert, aber seit unserem Kampf und der globalen Vereinbarung hat das Unternehmen begonnen, seine Haltung gegenüber den Gewerkschaften zu ändern. Wir haben zwar immer noch unsere Meinungsverschiedenheiten, aber anstatt uns zu streiten, wie es noch vor einigen Jahren der Fall war, entwickeln wir jetzt eine Beziehung, die viel mehr dem Geist der Sozialpartnerschaft entspricht."

Bacia wurde 2019 wegen ihrer Führungsrolle in der Gewerkschaft entlassen und erst nach einer zweijährigen Kampagne des UNI-Sektors Pflege, die Märsche, Petitionen und globale Solidaritätsaktionen umfasste, wieder eingestellt.

Seitdem hat das Unternehmen in Polen und weltweit ein neues Management eingesetzt und sich fest verpflichtet, die Rechte seiner Beschäftigten zu wahren, einschließlich der Grundfreiheiten der Gewerkschaften. Anstelle von Streikposten geht Bacia nun an den Verhandlungstisch.

"OPZZ KP verändert nicht nur ORPEA Polen, sondern den gesamten Langzeitpflegesektor des Landes", sagte Adrian Durtschi, Leiter von UNI Care. "Das Engagement und der Mut der Beschäftigten sind inspirierend, und UNI wird ihnen bei der Aushandlung ihres ersten Tarifvertrags weiterhin zur Seite stehen."

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