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Erster Tarifvertrag für italienische Opernarbeiter seit 20 Jahren

22.01.24

Erster Tarifvertrag für italienische Opernarbeiter seit 20 Jahren

Die Beschäftigten der italienischen Opern- und Symphoniestiftungen haben für die Annahme eines neuen Tarifvertrags gestimmt und damit einen 20 Jahre andauernden Stillstand in den Verhandlungen mit den Arbeitgebern beendet.

Die Vereinbarung mit den Gewerkschaftsmitgliedern von UNI Global , SLC-CGIL und FISTEL-CISL, sowie mit anderen Gewerkschaften, die die Beschäftigten des Sektors vertreten, kommt zustande, nachdem die Beschäftigten seit dem 17. Oktober 2023 bei jeder Opernpremiere in den Streik getreten sind.

Nach langwierigen Verhandlungen einigten sich die Parteien darauf, die Verlängerung in zwei Phasen aufzuteilen, wobei die erste Phase die Jahre 2019-2020-2021 und die zweite Phase die Jahre 2022-2023-2024 abdeckt. Die erste Phase sieht eine monatliche Lohnerhöhung von 4 Prozent ab Januar 2024, eine Einmalzahlung von 8 Prozent des Durchschnittslohns sowie weitere Prämien vor. Die Gewerkschaften werden nun damit beginnen, neue Bedingungen und Lohnerhöhungen für die zweite Phase auszuhandeln.

Bezeichnenderweise ist die wirtschaftliche Verhandlungsperiode nun an die Verhandlungen über den öffentlichen Dienst gekoppelt, die alle drei Jahre stattfinden.

Riccardo Fazioli von FISTEL-CISL sagte:

"Dies ist eine gute Vereinbarung und ein wichtiger erster Schritt, damit wir wieder zur Norm zurückkehren, alle drei Jahre einen neuen Vertrag auszuhandeln. Das Klima hat sich geändert, und wir haben gezeigt, dass wir entschlossen sind, unsere Gewerkschaftsbewegung aufzubauen und die Gehälter und Arbeitsbedingungen weiter zu verbessern.

Johannes Studinger, Leiter von UNI Media, Entertainment & Arts, sagte:

"Die mutigen Aktionen der streikenden Opernarbeiter haben große Wirkung gezeigt und die Arbeitgeber gezwungen, an den Verhandlungstisch zu kommen. Wir beglückwünschen unsere Mitgliedsorganisationen SLC-CGIL und FISTEL-CISL sowie alle beteiligten Gewerkschaften und vertrauen darauf, dass sich die Arbeitgeber in Zukunft verhandlungsbereit zeigen werden."